Herbst



Warren Ellis, Three Pieces for Violin

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Unter Vyšehrad


Frühherbst, der Himmel ist grau, aber der Nachmittag ist noch warm, und die Seitenstraßen ruhig. Ich finde mich unter Vyšehrad, die zweite Burg Prags, die hoch auf einem Felsen thront über dem Ort, wo der Bach Botič in den Moldau mündet.

Ich spaziere entlang des Kais, ich bin meistens allein, abgesehen von den hungrigen Schwänen, die elfrig zu mir schwimmen, offenbar erwartend von mir, sie zu füttern. Ich habe aber nichts zu geben, ich habe nur meine Kamera mit mir.


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(tajemství = Geheimnis)

Rosa Postkarten 2


Name des Absenders: Károly Timó, 1. Köngliche Infanterie-Regiment, 9. Kompanie, 3. Zug
Adresse des Absenders: Debrecen, Salétromstraße Kaserne, Krankenhaus

Adresse: An das geehrte Fräulein Antónia Zajác
III. Bezirk, Kis Korona Straße 52.
Budapest



Am 25. [September 1914]

Mein lieber Sohnschreib sofort

Von der großen Freude weiß ich gar nicht, was zu schreiben so schnell, trotz dass ich auf meinem rechten Arm geschossen worden bin. Denn es war ein echtes Wunder, dass ich der Gefahr entrinnen bin. Jetzt denke ich nur darauf, dass ich nach Pest ins Krankenhaus geliefert werde, so dass ich dich so bald wie möglich sehen kann. Jedoch mach dich keinen Kummer über mich, weil in ein paar Wochen werde ich mich vollständig ausheilen, und bis dann wird es vielleicht auch Frieden sein.
Wie geht es dir, mein Sohn, und deiner Mutter und Schwestern? Welche Nachrichten gibt es über den Feri? Der Endre und der Németh Sohn sind hier.
Wenn du diese Karte bekommst, geh bitte sofort zu meinen Eltern, und sag es ihnen, falls sie ihre Karte nicht erhalten haben.
Umarme und küsse dich, dein liebender Károly
Am Montag komme ich in Pest an



Voriger Brief (in grau auf der Karte angegeben):

Szerencs, 28. August 1914.
[Der Brief zeigt, dass er in eine der größten ungarischen Kampfeinheiten, der 1. Königliche Infanterie-Regiment eingereiht wurde. Von der ungarischen Grenze wurden sie ohne Pause direkt an den galizischen Kriegsschauplatz gebracht, und im Bereich von Rohatyn sofort in Aktion gesetzt, als Teil der für die Befreiung der von den Russen angegriffenen und später besetzten Lemberg konzentrierten Front.


Es lebe das Vaterland! Marsch der 1. Königlichen Infanterie-Regiment

Nach der erfolglosen Operation wurde eine allgemeine Rückzug befohlen, so dass nach fast einem Monat kamen sie wieder an die Grenze zurück, neben Mezőlaborc. Nun aber von der entgegengesetzten Richtung.

Die Dinge haben sie anders als der Plan entwickelt. Ein Monat ist vergangen, und der junge Soldat schickt seine Karte aus dem Krankenhaus der Salétromstraße Kaserne von Debrecen. Er wurde auf seinem rechten Arm verwundet. Im Stil seines früheren Briefes: beim Spielen Soldat hat er einen Wehweh bekommen. Die Verletzung konnte ein paar Tage früher passieren, wahrscheinlich in den Schlachten um Mikołajów. Eine Freude in der Not, dass in der Zeit der Heilung können sie sich treffen, und vielleicht wird es dann auch Frieden.
Am Ende des Briefes erkundigt er sich nach dem ältesten Zajác Bruder, dem Polsterergeselle. Er wurde in die Westfront abkommandiert.]

Ein paar Tage vor dem Schreiben der Poskarte von der galizischen Front ins Hinterland transportierte und dort betreute ungarische Soldaten. Tolnai Világlapja, 20. September 1914.


Feuerbrände


Seit Jahren lebt nur ein einziger Mönch in Treskavec. Es gibt auch eine Quelle dort, Vögel, Katzen ohne Zweifel, und die Leere.
Die Leere ringsum, eine unendliche Leere. Vielleicht sieht der Mönch das Unendliche hier, aber für mich ist es nur die Leere, die Sonne und Steinen.
Ein furchtbarer Ort.


Das Kloster von Treskavec – Tрeскавец – steht auf diesen Steinen in der Nähe der Spitze des Berges mit Blick auf die Stadt Prilep in Mazedonien, auf einem kleinen und schwer zugänglichen Plateau, unweit von der Spitze des 1280 Meter hohen Zlatovrv.
Aus der Ferne sieht man einen Haufen Steine, eine Art Pyramide über der dürren Ebene. Wir fragen nach dem Weg von einem Passanten und an einer Tankstelle, wir suchen den großen Schild auf der rechten Seite, wir folgen die Straße entlang des Fiedhofs. Der Weg führt durch die Felder, dann eine Art Horste, und eine gelbliche Steppe, und wir spähen nach das Kloster auch, über die wir noch nichts wissen. Aber wir sehen nichts, wir wissen nichts, wo sie suchen müssen, wir schauen, und nichts sehen. Wir fahren durch die trockene Ebene, zwischen Schilfen und kleinen, durstigen Bäumen, und plötzlich finden wir uns am Fuße des Berges. Der Berg ist dort vor uns, absolut dicht, wie ein Turm ohne Tür, aber der Weg kümmert nicht um den Berg, er berücksichtigt nicht den Hang, er steigt schwindelig auf. Wir fahren noch für Meilen fort, manchmal fast senkrecht, oder so scheint es mir, und wir verlieren alle Hoffnung, das Kloster zu sehen, denn es gibt nichts auf diesen Felsen. Nichts.

Und dann plötzlich erblicken wir es, es ist dort, oder vielleicht nicht, es ist noch weit, wir müssen den Aufstieg zu Fuß fortsetzen. Die Ebene öffnet sich unter unseren Füßen.

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Einmal, wenn es noch keinen Weg gab, stieg man hier zu Fuß oder mit dem Pferd oder Maultier auf. Die Bewohner von Prilep kamen zu besonderen Anlässen auf: hier, am Kloster trafen sich die Esnafs, oder Zünfte der Stadt, vor 1913, wenn Prilep noch unter osmanischer Herrschaft stand. Sie haben schöne türkische Kostüme und Schnurrbärte, aber wir können uns vorstellen, dass sie gute Christen ware, wenn sie bis hier aufkletterten. Dort sind die Kostüme und Schnurrbärte ganz anders, schöne serbische oder mazedonische, ich kann es nicht sagen, sie sind die zum Front abmarschierenden Truppen von Prilep, im Jahre 1916, als nach den Balkankriegen von 1912 und 1913 gehörte die Stadt zum Königreich von Serbien.



In der Antike gab es schon hier oben ein Tempel von Apollo und Artemis, dessen Fundamente noch sichtbar sind. Seit den frühesten Jahrhunderten des Christentums, dem fünften oder sechsten Jahrhundert stand hier auch eine Kirche, aber das Kloster wurde erst zu Beginn des vierzehnten Jahrhundert vom serbischen König Stefan Urosch II Milutin gebaut. Auf diesem spektakulären Ort, dem Felsen über Prilep wurde ein paar Jahrzehnte später auch eine Festung, die Türme von König Marko Kraljević gegründet.

Das Kloster im Jahre 1898

Das Kloster vor dem Brand von 2013, nachdem es 2008 komplett renoviert wurde (Wikipedia Commons)

Das Kloster, das im neunzehnten Jarhundert wiederholt den Bränden zum Opfer fiel, durch Wetter beeinträchtigt wurde, und im Jahre 2005, während des Konflikts zwischen den serbischen und mazedonischen orthodoxen Kirchen von seinen Mönchen verweigert wurde, wurde 2008 restauriert, nachdem der neue Weg den Zugang zum Ort erleichtert hatte. Leider hat im Februar 2013 ein von einer defekten Heizung ausgelöste neuer Feuerbrand alle Konaks, die traditionellen Wohngebäude der serbischen Klöster zerstört, und dieses kulturelle Erbe ist jetzt in Gefahr mehr als je zuvor.

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Als ich vor diesen Ruinen stehe, auch wenn ich die dumme und banale Herkunft des Brandes kenne, scheint es mir wie eine Zusammenfassung von alles, was in dieser Reise schmerzhaft war, wie ein metaphorisches Bild aller diesen Balkankriege,
der entvölkerten Gebiete,
der verbrannten Häuser von Kosovo,
der verbrannten Moscheen von Prilep,
der toten, getrockneten Bäume,
der hier und dort noch unterminierten Felder,
der Geschichten von Verlassenheit, Flucht und Exil,
der so empfindliche Ängste,
der Hasse und Spaltungen,
der rivalen Kirchen,
der für diese oder jene geschlossenen Grenzen zwischen Griechenland, Mazedonien und Serbien,
der auf dieser oder jener Seite der so zerbrechlichen Grenzen, auf dieser oder jener Hälfte der Täler gebauten Denkmäler, der Kirchen und Moscheen, deren Glocken oder Lautsprecher in den Klangraum voneinander eindringen, und die jeweils beobachtet werden,
der Nationalismen,
der zwei- oder dreisprachigen Richtungsschilder, worauf die Ortsnamen wütend gelöscht wurden, weil sie in der gehassten Sprache geschrieben wurden,
der Poster zu Ehren von Personen, die anderswo Töter genannt werden,
der noch frischen Wunden.

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Hurra, Schule!


Aa, Aa. Die böhmischen Kinder lernen gleichzeitig in zwei Sprachen, mit den Buchstaben von zwei verschiedenen Alphabeten zu lesen aus dem 1855 in Litoměřice, das heißt, Leitmeritz veröffentlichten ABC-Buch. Das halb tschechische, halb deutsche Böhmen trägt immer noch in sich das Versprechen einer kleinen osteuropäischen Schweiz. Es gibt immer noch eine Chance, dass es keinen Kampf um Kinder, noch sudetenländisches Salvenfeuer, noch Lidice, noch Theresienstadt, noch Brünner Todesmarsch, noch Vertreibung der Deutscher geben wird. Der auf Almosen wartende Bettler, als er auf der ersten Seite des Buches in der Pose eines weisen Lehrers sitzt, scheint selbst Almosen zu geben. Die Beispiele wurden von den ähnlichen Wörtern der beiden Sprachen ausgewählt, die solcherweise meist ausländischer Herkunft sind. Durch ihre Abbildungen verlebendigt sich der Araber, der Armenier, die Aloe, die Ananas, die amerikanische Indianerin, der Reichtum der großen Welt, das böhmische Meer in der Grundschule von Leitmeritz, das heißt Litoměřice.


Anna zählt gut, sie achtet schön auf alles. Als sie das Zählen beendet, spielt sie mit dem kleinen Vogel auf ihrer Hand. Das Hundlein beginnt zu bellen, denn niemand will mit ihm spielen. Allerdings muss Zdenka noch im Zählen fortschreiten. Die 1890 in Jindřichův Hradec veröffentlichte Množilka v obrazech, das ist, Bilder-Multiplikationstabelle stellt die mit dem kleinen Vogel spielenden Jungfrau im Kastenraum der niederländischen Verkündigungen aus dem 15. Jahrhundert dar. Zdenka ist warscheinlich durch das Spinnen in der Zähling gehemmt.


Das 1903 in Prag veröffentlichte ABC-Buch war wahrscheinlich das einzige Hilfsmittel des Dorflehrers, der die Texte zu diktieren, und die Noten der Lieder zu lehren in sorgfältiger Handschrift an die breiten Ränder aufzeichnete, und auch solche kleinen Anmerkungen unter den Bildern laß, wie nicht zu vergessen, um zu erklären, warum es keine k am Ende von v klobouce (im Hut) gibt, und warum es eine am Ende von u klobouku (am Hut) hat.


In der Kopfzeile des Stundenplanes der Gemeindeschule von Lišná für das Jahr 1923-1924 eifern die beiden größten tschechischen Pädagogen, J. A. Comenius und – Sie sicherlich hätten es nicht gedacht – T. G. Masaryk die kleinen tschechoslowakischen Schuljungen an: „Klug zu sein – alles hängt davon ab“, und „Bildung ist für alle!“ Die Mehrheit der Lehrstunden waren Schreiben und Lesen, Zählen und Grammatik. Zweimal in der Woche Religion (römisch-katholische als auch „tschechoslowakische“ – letztere bezieht sich auf die zusammen mit dem neuen Staat gegründete Tschechoslowakische Hussitische Kirche), und dreimal Staatsbürgerkunde, das die Bedeutung des neuen Staates darstellt.


Gesundheit und Nachstendienst. Im Jahre 1937, in der Schule von Opava/Troppau weiß sogar die Kleinste, wie man sich die Zähne richtig putzen soll. Sie erklärt es den anderen, die, mit Zahnbürste und Becher im Hand herumstehend, sind begierig, es nach den Figuren der Zahnhygienische Wandtafel nachzumachen.


Andere Kinder gehen für einen Spaziergang. Nicht auf irgendwelche Art, sondern im Takt. Trompeter werden wir, im Takt marschieren wir. Durch das Dorf marschieren wir. Die mit Hakenkreuzfahnen und SS-Runen Marschierenden werden von den Passanten mit Armhebung und von den Mädchen mit Blumen begrüßt, ebenso wie 1938 in Asch und Machendorf. All das in der 1939 Prager Ausgabe der in der ganzen Reich beliebten Hirts Schreiblesefibel.


An anderer Stelle gehen auch die Buchstaben für einen Spaziergang. Auf den Seiten des 1940 im besetzten Prag veröffentlichten Kulihráškův národní slabikář. Veselá knižka pro nejmenší čtenáře a jejích maminky (Erbsleins nationale ABC-Buch. Ein fröhliches Büchlein für die kleinsten Leser und ihre Mütterchen) ist jeder Buchstabe ein selbständige Persönlichkeit, mit festen Zielen. Die Abenteuer des Buchstabes p. Die Kinder gingen auf der staubigen Straße. Es war dort auch p. Er fragte sie: Wohin geht ihr? Wir gehen in Prag! Ich gehe auch mit ihr, sagte p. Und so ging er. Als er nach Prag kam, besuchte er alles. Er ging auch auf den Hradschin mit den Kindern. Prag eröffnete sich vor ihm. Die Augen von p rießen weit vor Staunen auf. Er hatte etwas so schönes noch nie gesehen. Er starrte fasziniert, er vergaß sogar, dass er aus einem ABC-Buch entkommen war. [Dies ist der einzige Satz ohne einem Buchstaben p]. So hat Erbslein ihn gefunden. Gemeinsam schauten sie auf Prag, und sagten: „Wie wunderbar ist unser Prag!“


Auf dem um 1820 hergestellten Gemälde Neuer Schüler in der Schule ist auch jede Figur eine selbständige Persönlichkeit mit festen Zielen. Der Lehrer starrt eifrig auf den vor ihm stehenden vollen Korb, darin eine Gans, ein Laib Brot, und mehrere Flaschen Wein, das traditionelle Geschenk an den Lehrer (siehe die Redensart ich habe nicht mein Zertifikat/Lizenz/Diploma für eine Gans gekauft). Die sorgfältige Mutter zeigt mit einem überzeugenden Lächeln auf denselben mit der rechten Hand, während mit der linken schiebt den verängstigten Jungen vorne, ins Wohlwollen des Lehrers. Der Knabe grüßt den Lehrer mit dem an die Brust erhobenen Hut, aber mit seinen Augen scheint er schon seine zukünftigen Klassenkameraden zu überprüfen. Die Kameraden offensichtlich beurteilen den Inhalt des Korbes, und ziehen daraus Folgerungen bezüglich des sozialen Status des neuen Schülers.Nur der von hinten dem Rock der Mutter auftauchende Kopf betrachtet die Szene gelassen und ohne Interest, oder vielleicht ist er irgendwo ganz anders in Gedanken.

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Die Ausstellung des Comenius-Museums in Prag stellt den Schulbeginn in Böhmen durch ein Jahrhundert mit Hilfe von ehemaligen ABC-Büchern, Fotos und Schulgeräten dar. Der mittelalterliche Gewölberaum wurde als Klassenzimmer eingerichtet, mit alten Bänken, Zählen- und Lesetafeln. Sogar ein ausgestopftes kleines Schulmädchen wurde unter Glas ausgestellt, einer der letzten Vertäter einer aussterbenden Rasse.


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Und der letzte Tableau illustriert mit den Fotos des ersten Schulganges von drei tschechischen Generationen – 1906, 1920, 1955 – die praktische Anwendung der vorgestellten Objekte.

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Ein Spaziergang durch die Ausstellung macht zwei Dinge deutlich. Einerseits, wie merkwürdig die Schulgangzubehöre im letzten eineinhalb Jahrhundert ähnlich blieben: ABC-Buch, Stundenplan, Schulbank, Ranzen. Und andernseits, wie genau diese puritanischen und konservativen Zubehöre immer den momentanen Geist der Zeit und der Politik abspiegeln. Über dies könnten aber die Eltern der jetzigen Schulanfänger viel mehr sagen.

Petr Velkoborský: Kleinschüler, 1987