Anton Graff: Die Elbe unter Dresden, um 1800. Gemäldegalerie Alter Meister, Dresden
Überquerung der Elbe bei Sonnenaufgang, vorgestern
Walter schreibt:
Dániels neuer Post hat mich berührt, aber nicht mit Worten. Also antworte ich in derselben Art, aber der Kommentar von Blogger nimmt keine Bilder an.
Wir leben in der Altstadt von Kingston upon Hull, fünf Minuten zu Fuß von der Mündung der Humber, die sehr launischer Fluss ist (viel Hochwasser auf den Flussen, die die Humber nähren). An diesem Tag gab es keinen Ton außer dem traurigen Nebelhorn und den gedämpften Stimmen aus dem Boot, das auf der Flut auslief. Ich fühlte dieselbe Zeitlosigkeit, worauf Dániel anspielte.
Mehr als 2,2 Millionen jüdische Einwanderer fuhren durch Hull im Jahrhundert vor 1914. Die Familie meiner Frau, Hilary blieb hier vielleicht weil sie für den Weiterfahrt kein Geld hatten. Die örtliche jüdische Gemeinde ist jetzt im Niedergang, ein paar Hundert blieben, aber die Geschichte ist immer noch zu finden, in jenem Detail, wie es río Wang liebt.
Die Darstellung, die wir hier sehen, ist jedenfalls ein weiteres Beispiel für das verborgene Leben der Bilder, das Aby Warburg so sehr beeindruckte, dass er stellte es als ein eigenes Phänomenon, Pathosformel genannt, in seiner Studie von 1905 über Dürers Beziehung zur klassischen Antiquität. Es handelt sich über ein mehr oder weniger unbewusstes Überleben von expressiven Bildformeln, das hier in der Form der aus dem Herzen des Wachmannes ausgießenden Strahlen Gestalt nimmt.
Die beiden Türen sind nur ein paar Meter voneinander entfernt in der Alstadt von Palma. Die erste ist in der carrer del Call, gegenüber dem the Restaurant „Las Olas“. Die andere an der Ecke von carrer de Sant Alonso und Santa Clara.
Carrer de Pont i Vich
Die Herz-Jesu-Plaketten mit der Großbuchstabenaufschrift „BENDECIRÉ” („Ich werde segnen“) * waren einmal anwesend auf fast alle Türen der Stadt. Heute nur wenige überleben auf den Innentüren, die direkt zu den Wohnungen öffnen. Auf der Straßenfront nur einige verfallende Beispiele sind überlassen. Ihr Platz wird durch dem neuen Bildtyp besetzt, dessen Anwesenheit an einer monatlichen Gebühr gebunden ist.
Claudio Monteverdi: Sacred Music. Roberto Gini, Lavinia Bertotti & Ensemble Concerto. „Ego dormio et cor meum vigilat“ (Ich schlafe, aber mein Herz liegt wach)
Luciano Ramo: Achtung, die deutsche Schlange ist gefangen worden! Jetzt müssen wir ihre Zähne reißen, Brescia, F.lli Geroldi 1916
Otto von Kursell: Nieder mit dem Bolschewismus! Bolschewismus bringt Krieg und Verderben, Hunger und Tod, 1919
Tod der Lüge, um 1932-1933
Sergej Igumnov: Zerstören wir die Spione und Diversanten, die trockist-bucharinistischen Agenten des Faschismus, 1937. (Die verwirrende Bildunterschrift spiegelt die Verwirrung der offiziellen Ideologie. Obwohl die Schlange ein Nazi-Monokel trägt, sind die Deutschen in dieser Zeit potentielle, und später tatsächliche Verbündete der Sowjetunion. Deshalb sind andere Feinde erwähnt: Trockisten, Bucharinisten, oder sogar Faschisten, wie Nazis in der post-sowjetischen Welt immer noch bezeichnet sind.)
Jean Carlu (1900-1997): Welttag des Friedens, 2 Agust 1936
John Heartfield (geboren Helmut Herzfeld, Bertold Brechts Bühnendesigner): Fordert: Verbot der Atomwaffen, 1955
Wir werden Trunksucht überwinden! Sowjetisches Anti-Alkohol-Plakat, 1960er Jahre
Mit der Geschwindigkeit eines von Katzen geschlagenen Knäuels verbreitet sich die obene Grafik auf dem Netz, die die Machtergreifung der neuen dominanten Rasse über unserem Planet klar visualisiert. Zu spät zu bereuen. Sie hätten vor hundertsiebzig Jahren auf die erste Warnung aufmerksam werden sollen. Wie harmlos erschienen sie damals!
Heinrich Berghaus: Verbreitung des Katzen-Geschlechts, Genus-Felis. Justus Perthes, Gotha, 1845
Gestern haben wir mit diesem Bild die absurderweise als ein Kinderspiel dargestellte beklemmende Einwanderungsgeschichte illustriert. Aber man kann nichts absurder als die Wirklichkeit erfinden. Mit solchem Bild wurde schon vor fast hundert Jahren ein echtes Kinderspiel illustriert.
Aknaszlatina/Солотвино, Ferenc Grube, 2012. Fotos von Márton Kállai
„Aknaszlatina oder Solotvyno, der einst blühende subkarpatische Salzbergwerk ständing entwickelt sich. Auf der Oberfläche, der Boden wurde gebrochen unter den ehemaligen Bergbau-Kolonien, und das die Gruben abwaschende Wasser hat Krater gebildet, während das Tote-Meer-ähnliche Erfahrung der an die Oberfläche brechende gesättigten Salzlösung ladet immer mehr Touristen, sich einzuweichen. Der Bergbau ist vorbei, und die lokale Ungarn, einmal die Mehrheit der Bergleute, werden immer mehr aus der Welt der neuen ukrainischen Entertainment ausgeschlossen. Eine neue Welt wird auf den Ruinen der Natur gebildet werden, während die alte lebt zusammen mit ihr in der Erinnerung.”
Aknaszlatina/Солотвино, Ferenc-Grube, 1910
Ein mutiger Mann schwimmt zwischen den Bergbauhölzer auf dem salzigen Wasser des nach dem Einbruch der Ferenc-Grube gebildeten Kraters