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Überblendung: „...cor meum vigilat“


Die Darstellung, die wir hier sehen, ist jedenfalls ein weiteres Beispiel für das verborgene Leben der Bilder, das Aby Warburg so sehr beeindruckte, dass er stellte es als ein eigenes Phänomenon, Pathosformel genannt, in seiner Studie von 1905 über Dürers Beziehung zur klassischen Antiquität. Es handelt sich über ein mehr oder weniger unbewusstes Überleben von expressiven Bildformeln, das hier in der Form der aus dem Herzen des Wachmannes ausgießenden Strahlen Gestalt nimmt.



Die beiden Türen sind nur ein paar Meter voneinander entfernt in der Alstadt von Palma. Die erste ist in der carrer del Call, gegenüber dem the Restaurant „Las Olas“. Die andere an der Ecke von carrer de Sant Alonso und Santa Clara.

Carrer de Pont i Vich

Die Herz-Jesu-Plaketten mit der Großbuchstabenaufschrift „BENDECIRÉ” („Ich werde segnen“) * waren einmal anwesend auf fast alle Türen der Stadt. Heute nur wenige überleben auf den Innentüren, die direkt zu den Wohnungen öffnen. Auf der Straßenfront nur einige verfallende Beispiele sind überlassen. Ihr Platz wird durch dem neuen Bildtyp besetzt, dessen Anwesenheit an einer monatlichen Gebühr gebunden ist.


Claudio Monteverdi: Sacred Music. Roberto Gini, Lavinia Bertotti & Ensemble Concerto. „Ego dormio et cor meum vigilat“ (Ich schlafe, aber mein Herz liegt wach)

Überblendung: Fibonacci




Dieses Foto der Sitzung vom 8. April des ukrainischen Parlaments mit der Analyse der Proportionen kann dem Betrachter drei Dinge suggerieren.

Einem Außerirdischen, dass die Irdischen führen alle ihre Handlungen, auch die leidenschaftlichsten, nach komplizierten rituellen Regeln aus, wie ein großer Tanz.

Einem Irdischen, dass das Gesetz des goldenen Schnitts bestimmt alles.

Einem zynischen Irdischen, dass das Muster des goldenen Schnitts mit ein bisschen Mühe auf alles bezogen werden kann.

Ein Fotograf weiß, dass bis er zum Fotografieren im Parlament kommt, werden Tausende von Bildern mit dem goldenen Schnitt durch ihn gesehen, gelobt und gemacht sein, so dass er durch bloße Gewohnheit solche schießt, dann er wählt unter den Dutzenden von Aufnahmen zur Veröffentlichung diejenige aus, die zu jene am nächsten sind, und wenn nötig, auch diese werden geschnitten (wie hier, wo durch das Abschneiden der rechten Hand wird eine perfekte pyramidale Komposition für einer perfekte goldene Schnitt geopfert).

Und ein Kunsthistoriker weiß, dass er den goldenen Schnitt als universelles Gesetz nur auf solchen Bildern analysieren darf, wo er ausgezeigt werden kann.